Elektrofahrzeug: steuerfreier Auslagenersatz

Bei einem Elektro-Dienstwagen ist ein steuerfreier Auslagenersatz für das Aufladen möglich.

Die Nutzung von Elektro- oder Hybridfahrzeugen wird in den nächsten Jahren zunehmen. Stellt ein Unternehmen ihrem Geschäftsführer und anderen Mitarbeitern ein Elektrofahrzeug als Dienstwagen zur Verfügung, stellt sich die Frage, wo die Fahrzeuge aufgeladen werden und wer die Kosten dafür trägt.

Bei Benzin- und Dieselfahrzeugen ist die Frage geklärt: Entstehen einem Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Nutzung eines Firmenwagens Kosten (z.B. Benzinkosten), die ihm vom Arbeitgeber ersetzt werden, liegt steuer- und sozialversicherungsfreier Auslagenersatz vor. Handelt es sich um regelmäßig wiederkehrende Kosten, ist ein pauschaler Auslagenersatz steuer- und beitragsfrei, wenn der Arbeitnehmer die entstandenen Kosten für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten im Einzelnen nachweist (§ 3 Nr. 50 EStG).

Zum Jahreswechsel wurde in § 3 Nr. 46 EStG eine Steuerbefreiung für das kostenlose oder verbilligte Aufladen von privaten Elektrofahrzeugen an Stromladestationen beim Arbeitgeber eingeführt. Aufgrund dieser Neuregelung entstand in der Praxis die Frage, ob ein Mitarbeiter, der einen dienstlichen Firmenwagen gegen Entgelt oder bei sich zu Hause über eine private Ladestation auflädt, hierfür Auslagenersatz erhält und ob dieser gegebenenfalls auch pauschaliert werden kann.

Insoweit hat die Finanzverwaltung Folgendes beschlossen (vgl. BMF-Schreiben vom 26. Oktober 2017): Zur Vereinfachung des steuer- und beitragsfreien Auslagenersatzes für das elektrische Aufladen eines Firmenwagens (ausschließlich PKW) beim Arbeitnehmer lässt die Finanzverwaltung für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2020 folgende monatliche Pauschalen zu:

  • mit zusätzlicher Lademöglichkeit beim Arbeitgeber
    • für Elektrofahrzeuge EUR 20 monatlich
    • für Hybridelektrofahrzeuge EUR 10 monatlich;
  • ohne zusätzliche Lademöglichkeit beim Arbeitgeber
    • für Elektrofahrzeuge EUR 50 monatlich
    • für Hybridelektrofahrzeuge EUR 25 monatlich.

Die vorstehenden Beträge mindern den geldwerten Vorteil des Arbeitnehmers aus der Firmenwagengestellung, wenn die Kosten für den Ladestrom nicht vom Arbeitgeber erstattet, sondern vom Arbeitnehmer selbst getragen werden.